Blutzucker besser im Griff


Kontinuierlich Glukose messen
Kontinuierliche Glukosemessung Diabetes mellitus
mauritius images / Westend61 / Omnimedia

Je besser beim Diabetes der Blutzucker eingestellt ist, desto geringer sind Folgeschäden. Besonders gut klappt das Messen mit einem kontinuierlichen Glukosemonitoring.

Blutzuckerwerte direkt aufs Handy

Menschen mit Typ-2-Diabetes müssen regelmäßig ihren Blutzucker messen, um ihre Ernährung oder ihre Medikamente daran anzupassen. Besonders gut klappt die Messung mit dem kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM). Dabei wird ein Sensor wie ein Pflaster auf Bauch oder Oberarm geklebt. Am Sensor befindet sich ein winziger Faden, der unter der Haut alle paar Minuten den Glukosewert in der umliegenden Flüssigkeit misst. Die Daten gehen drahtlos auf das Handy oder ein Display, wodurch man den Blutzuckerwert genau überwachen kann. Bei zu hohem oder zu niedrigem Zucker lässt sich so schnell gegensteuern.

Auf diese Art und Weise lässt sich der Blutzuckerwert besonders gut einstellen. Allerdings gelingt dies langfristig nur, wenn man das CGM an mindestens drei von vier Tagen einsetzt, wie US-amerikanischer Forschende herausgefunden haben. Das Team hatte die Daten von 9000 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes analysiert. Alle hatten zu Beginn der Studie HbA1c-Werte über 7% (der HbA1c-Wert spiegelt die Blutzuckersituation der letzten 2-3 Monate).

HbA1c-Wert sank stärker

Die Hälfte von ihnen nutzte zur Blutzuckermessung ein CGM-System, die übrigen Studienteilnehmenden maßen den Blutzucker traditionell. Die Teilnehmenden mit CGM-System wurden nach der Häufigkeit der Nutzung in vier Gruppen eingeteilt: weniger als 90 Tage/Jahr, 91 bis 180 Tage/Jahr, 181 bis 270 Tage/Jahr oder mehr als 270 Tage/Jahr.

In den ersten drei Monaten sank der HbA1c-Wert bei den Personen mit CGM-System deutlich stärker als in der Kontrollgruppe ohne kontinuierliche Messung. Am größten war der Unterschied, wenn das System mehr als 270 Tage im Jahr genutzt wurde (HbA1c-Absinken von 0,91% vs. 0,28%).

Am besten ist häufige und langfristige Nutzung

Nach einem Jahr lagen die HbA1c-Werte aller Gruppen außer der mit der höchsten Nutzung mit 8,2 bis 8,5% nah beieinander. Die Gruppe, die mehr als 270 Tage pro Jahr ihren Blutzucker mit einem CGM-System kontrollierte, setzte sich mit einem durchschnittlichen HbA1c-Wert von 7,4% klar davon ab. Den besseren Wert erklären die Forschenden damit, dass durch die häufige CGM-Nutzung schneller und besser auf Blutzuckerveränderungen reagiert werden konnte.

Diese Ergebnisse zeigen, wie gut sich mit dem kontinuierlichen Glukosemonitoring der Blutzucker kontrollieren lässt. Dies gilt allerdings nur, wenn die Erkrankten dies an mindestens drei von vier Tagen und vor allem langfristig tun, betonen die Forschenden.

Quelle: Ärztezeitung

News

Sturzgefahr im Alter
Sturzgefahr im Alter

Strategien für mehr Sicherheit

Fast jede vierte Person über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr – mit manchmal schweren Folgen. Doch vielen Stürzen lässt sich vorbeugen. Was hilft?   mehr

In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?
In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?

Neues Gesetz ändert Finanzierung

Ab 2027 sollen Leistungen in Frauenarztpraxen anders vergütet werden. Ärzt*innen warnen, dass dann weniger Termine für Schwangere zur Verfügung stehen könnten. Die Krankenkassen widersprechen. Was steckt dahinter?   mehr

Mit Zahnseide gegen Schlaganfall

Mann benutzt Zahnseide an den oberen Schneidezähnen.

Für Zähne und Gehirn

Um Schlaganfällen vorzubeugen, kann man so einiges tun. Aufs Rauchen verzichten, Übergewicht vermeiden, die Zähne richtig putzen – und dabei regelmäßig Zahnseide verwenden.   mehr

Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?
Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?

Wann der Einsatz sinnvoll ist

Aktivkohle gilt als Alleskönner bei Vergiftungen. Doch bei der Anwendung gibt es Einiges zu beachten.   mehr

Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis
Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis

Folgen des Dauerscrollens

Kurzvideoplattformen wie Tiktok und Co sind beliebt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene verbringen oft täglich Stunden mit dem Betrachten der kurzen Clips. Doch was stellt die endlose Abfolge schneller Bilder mit Gehirn und Psyche an?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Tassilo-Apotheke
Inhaberin Dr. Juliane Penkner
Telefon 089/91 56 65
Fax 089/91 56 66
E-Mail tassilo-apotheke@olf.de