Augen


Erkrankungen des äußeren Auges

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Akute oder chronische Entzündung der Bindehaut (Konjunktiva), einer Schleimhautschicht im vorderen Augenabschnitt. Unterschieden werden infektiöse Bindehautentzündungen durch Bakterien, Viren oder Pilze (= häufiger) von nicht infektiösen Bindehautentzündungen durch Fremdkörper, Kontaktlinsen, Tabakrauch, Staub oder Allergien (= seltener).

Darüber hinaus erfolgt die Einteilung nach Verlauf in eine akute Bindehautentzündung und eine chronische Bindehautentzündung. Akute Bindehautentzündungen heilen innerhalb weniger Tage ab. Von einer chronischen Bindehautentzündung sprechen Mediziner, wenn die Entzündung länger als 4 Wochen anhält.

Symptome und Leitbeschwerden

  • Rotes Auge
  • Fremdkörpergefühl, Gefühl von "Sand im Auge", Blinzelzwang
  • Teilweise unerträgliches Jucken
  • Je nach Ursache eitrige, schleimige oder klare Absonderungen; morgens sind die Lider mit weißlich-gelbem Eiter verklebt
  • Augentränen, Dauerschnupfen
  • Geschwollene Lider oft krampfartig geschlossen
  • Lichtscheu, Blendempfindlichkeit.

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag oder heute noch, wenn

  • die genannten Leitbeschwerden erstmalig auftreten (im Wiederholungsfall ist der Arztbesuch verzichtbar, wenn Sie sicher sind, was zu tun ist).
  • Sie gleichzeitig schlechter sehen.
  • Sie starke Augenschmerzen haben.
  • sich Ihre Beschwerden nicht innerhalb von zehn Tagen bessern.

Praxistipp: Wenn Sie beim Augenarzt keinen raschen Termin bekommen, gehen Sie zuerst zum Allgemeinarzt oder Internist. Die können die Erstbehandlung verordnen – und überweisen Sie ggf. weiter zum Augenarzt.

Die Erkrankung

Krankheitsentstehung

Die Bindehaut ist eine dünne durchsichtige Schleimhautschicht, die auch die Lidinnenseite auskleidet. In der lidseitigen Bindehaut finden sich zahlreiche Ansammlungen von weißen Blutkörperchen, die verhindern sollen, dass Erreger in das Auge eindringen. Bei Entzündungen schwellen sie häufiger zu kleinen Bläschen (Follikeln) an.

Bei den infektiösen Bindehautentzündungen werden je nach Erreger 3 Formen unterschieden:

  • Bakterielle Bindehautentzündungen. Bakterielle Bindehautentzündungen werden meist von Staphylokokken, Pneumokokken, Haemophilus influenzae oder Pseudomonas aeruginosa verursacht. Es bildet sich ein eitriges Sekret, das die Lider – vor allem beim Schlafen – verklebt. Auch die sogenannte Schwimmbadkonjunktivitis zählt zu den bakteriellen Entzündungen. Hier ist der Erreger das Bakterium Chlamydia trachomatis, das meist durch Badewasser oder feuchte Wäsche infizierter Patienten übertragen wird – aber nur selten in Schwimmbädern. Es kommt zur Schwellung der Lymphfollikel und zur Bildung von schleimig-eitrigem Sekret im Auge.
  • Virale Bindehautentzündung. Die häufigste virale Bindehautentzündung ist die Keratoconjunctivitis epidemica. Sie wird von Adenoviren verursacht und ist sehr ansteckend. Die Patienten klagen über massive Beschwerden wie tränende juckende Augen, geschwollene Lider und eine geschwollene Bindehaut.
  • Trachom. Das Trachom ist die weltweit häufigste bakterielle Entzündung von Bindehaut und Hornhaut, tritt aber nur in tropischen Klimazonen auf – bei uns ist sie extrem selten. Das Trachom wird durch die Bakterien Chlamydia trachomatis Typ A–C verursacht, die bei schlechten hygienischen Verhältnissen über Schmierinfektionen und Fliegen übertragen werden. Ca. 150 Millionen Menschen weltweit sind davon betroffen; rund 6 Millionen der Betroffenen sind erblindet. Unbehandelt führt ein Trachom zu Vernarbungen der Hornhaut und zur Erblindung.

Zu den nicht-infektiösen Bindehautentzündungen zählen:

  • Allergische Bindehautentzündung. Die akute oder chronische allergische Bindehautentzündung ist eine entzündliche Reaktion auf die unterschiedlichsten Stoffe. Sehr häufig sind dies Pollen, Staub, Kosmetika und Salben. Besonders lästig für die Patienten ist das oft extrem starke Jucken und Tränen der Augen.
  • Conjunctivitis simplex. Die nicht-infektiöse, nicht-allergische Bindehautentzündung (Conjunctivitis simplex) kommt meist durch chemisch-physikalische Reize zustande, z. B. durch Staubpartikel oder Chlor im Schwimmbadwasser. Sie kann aber auch die Folge eines Ektropiums (Auswärtskippung des Unterlides) oder eines nicht korrigierten Sehfehlers sein.
  • Physiologische Bindehautentzündung. Eine physiologische Bindehautentzündung besitzt keinen Krankheitswert. Sie tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf, wenn deren Augen erstmals mit Erregern oder chemisch-physikalischen Reizen in Kontakt kommen. Eine eigentliche Erkrankung liegt hier nicht vor. Jedoch reagiert das gesunde Abwehrsystem mit der Bildung kleiner Lymphfollikel in der Bindehaut. Diese rufen ähnliche Beschwerden hervor wie bei einer echten Bindehautentzündung.

Risikofaktoren

Besonders häufig von Bindehautentzündungen betroffen sind Menschen, die

  • Kontaktlinsen tragen
  • Ihre Kontaktlinsen nicht ausreichend pflegen
  • Zu Allergien neigen, unter Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma leiden
  • Ihre Augen öfters Rauch, Staub, Zugluft oder auch Chlor in Schwimmbädern aussetzen
  • Unter einem Mangel an Tränenflüssigkeit leiden – was Folge zu häufiger Einnahme von "weißmachenden" Augentropfen sein kann, also gefäßverengenden Mitteln, mit denen man rote Augen behandeln kann
  • Zu wenig schlafen.

Diagnosesicherung

Auch wenn eine Bindehautentzündung meist harmlos verläuft, muss der Augenarzt zunächst eine schwerwiegende Erkrankung, die ähnliche Beschwerden herbeiführen kann, ausschließen, z. B. Hornhautverletzungen, Hornhautentzündungen oder ein plötzlicher Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom-Anfall).

Ferner stellt der Augenarzt fest, welche Ursache zugrunde liegt und stimmt die Therapie darauf ab. Kombination und Ausprägung der Befunde geben dem Arzt meist Aufschluss über die Ursache.

Der Augenarzt beurteilt mit der Spaltlampe die Gefäße, die Art der Sekretion und die Bindehautschwellung. Die Bindehaut des Augapfels ist im Lidspalt direkt sichtbar, bei einer Bindehautentzündung zeigen sich dort typischerweise prall gefüllte Gefäße in ziegelroter Farbe (Injektion).

In der ambulanten Praxis erfolgen Erregernachweis und Resistenzbestimmung bei Verdacht auf eine infektiöse Bindehautentzündung über einen Bindehautabstrich.

Komplikationen

Gelegentlich greift eine nicht behandelte Bindehautentzündung auf die Hornhaut über. Die entstehende Hornhautentzündung (Keratitis) führt zusätzlich zu Sehstörungen. Von dieser Komplikation sind besonders Kontaktlinsenträger bedroht.

Ihr Apotheker empfiehlt

Was Sie selbst tun können

Hygiene. Tränen und Augensekrete sind sehr ansteckend! Waschen Sie daher immer die Hände, nachdem Sie Augen- oder Nasensekret berührt haben. Nehmen Sie unbedingt Papiertaschentücher oder Hygienepapier statt Wachschlappen oder Handtücher, um die Augen morgens nach dem Aufstehen sauber zu wischen oder abzutrocknen.

Kühlen. Kühlende Augenauflagen, z. B. in kaltem Wasser getränkte Wattebäusche, wirken schmerz- und juckreizlindernd.

Prävention

Wenn Sie zu Bindehautreizungen neigen: Meiden Sie Zugluft, verrauchte Räume und starkes Staubaufkommen. Achten Sie darauf, dass Seife, Shampoo oder Badezusätze nicht in die Augen gelangen. Gleiches gilt für Chlorwasser: Tragen Sie beim Schwimmen eine Schutzbrille. Um die Erreger nicht zu verschleppen, sollten Sie während der Entzündung auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichten.

Hinweis: Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, lassen Sie diese vom Optiker überprüfen. Verkratzte oder verschmutzte Kontaktlinsen sind ein häufiger Auslöser für Bindehautentzündungen und -reizungen.

Allergene meiden. Als Allergiker sollten Sie die auslösenden Substanzen so weit wie möglich meiden. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, wechseln Sie ggf. das Reinigungsmittel und die Aufbewahrungslösung, und bei Einmallinsen die Marke.

Augenschutz. Schützen Sie Ihre Augen vor Sonneneinstrahlung und Wind, z. B. mit getönten Brillengläsern und mit Sportbrillen, die seitlich an den Schläfen abschließen.

Geeignete Medikamente

Anwendung von Augentropfen und -salben. Augentropfen werden schneller aus dem Auge ausgespült, sie haben daher eine kürzere Wirkungszeit als Augensalben. Die Salben bilden einen Schutzfilm, der das Auge etwas länger abdeckt und benetzt. Wenden Sie Augentropfen stets vor einer Augensalbe an. Bevor Sie Tropfen oder Salbe in die Augen geben, nehmen Sie Ihre Kontaktlinsen heraus und waschen Sie sich gründlich die Hände. Einige Augentropfen müssen im Kühlschrank gelagert werden. Um das unangenehme Gefühl kühler Tropfen im Auge zu verringern, erwärmen Sie die Augentropfen vor dem Gebrauch auf Körpertemperatur, z. B. indem Sie die Augentropfen einige Minuten in der Hosentasche tragen. Pro Auge und Anwendung genügt ein einziger Tropfen. Da Augensalben die Sicht verschleiern, sollten Sie Augensalben nur möglichst abends oder vor dem Mittagsschlaf auftragen.

Hinweis: Kontaktlinsen erschweren die Heilung einer Bindehautentzündung. Deshalb konsequent Brille tragen, bis Beschwerdefreiheit besteht und keinerlei Augentropfen mehr genommen werden müssen.

Weißmachende Augentropfen. Eine Anwendung von Augentropfen, die die lästigen roten Äderchen auf dem Augapfel zum Verschwinden bringen, ist beim Hochzeits- oder Passfoto-Termin absolut in Ordnung. Ansonsten ist Vorsicht geboten – die Abheilung von bakteriellen Bindehautentzündungen wird durch diese Tropfen verzögert! Außerdem droht bei längerer Anwendung, dass die Tränendrüsen ihre Tränenproduktion dauerhaft reduzieren, was zukünftige Bindehautentzündungen umso wahrscheinlicher macht!

Komplementärmedizin

Akupunktur. Gemäß Feststellung der WHO ist Akupunktur geeignet als Therapie der nicht-infektiösen Konjunktivitis.

Phytotherapie. Verschiedene Heilkräuter fördern die Abheilung einer Konjunktivitis. Lokal durch warmen oder kalten Teeaufguss, mit dem Augenkompressen getränkt werden, eignen sich im Besonderen Augentrost, schwarzer Tee und Eichenrinde.

Homöopathie. Bei einer chronischen, nicht-infektiösen Konjunktivitis ist eine individuell abgestimmte Konstitutionsbehandlung erwägenswert.

Anthroposophie. Entsprechende Präparate, z. B. mit Euphrasia, eignen sich bei chronischen, nicht-infektiösen Konjunktivitiden.

Ärztliche Behandlung

In den meisten Fällen verschwindet die Entzündung auch ohne ärztliche Behandlung. Bei behandlungsbedürftigen Entzündungen richtet sich die Therapie nach der Ursache.

Conjunctivitis simplex. Bei dieser unkomplizierten Konjunktivitis, die oft auch nur als Augenreizung bezeichnet wird, ist eine Arzneimitteltherapie nicht erforderlich. Die Ursache der Entzündung sollte aber abgestellt werden, z. B. durch Meiden chemisch-physikalischer Reize (Wind, chlorhaltiges Hallenbadwasser, starkes Sonnenlicht) oder die Korrektur des Sehfehlers (etwa neue Brille).

Bakterielle Bindehautentzündung. Eine unkomplizierte bakterielle Bindehautentzündung heilt in der Regel innerhalb von 10 Tagen ab, auch ohne Behandlung. Bei einer hartnäckigen oder ausgedehnten akuten bakteriellen Bindehautentzündung verschreibt der Augenarzt antibiotikahaltige Augensalben oder Augentropfen. Der jeweilige Wirkstoff richtet sich im Krankenhaus nach dem Erreger, welcher vom Augenarzt bestimmt wird. Bei ambulanten Patienten wird oft mit einem Standardantibiotikum behandelt, z. B. Gentamycin 4 x täglich 1 Tropfen pro Auge über eine Woche.

Virale Bindehautentzündung. Der Verlauf der viralen Bindehautentzündung lässt sich durch Behandlung mit antiviralen Augentropfen oder Augensalben (z. B. Aciclovir, Ganciclovir oder Bromovinyldesoxyuriden (BVDU = Brivudin) positiv beeinflussen. Die Gabe erfolgt 5 x täglich über 2–3 Wochen. Ob mit oder ohne antivirale Augentropfen oder Augensalben, auch die virale Bindehautentzündung heilt nach 2–4 Wochen aus.

Allergische Bindehautentzündung. Therapeutisch kommen bei der allergischen Bindehautentzündung Augentropfen mit Antihistaminen, Mastzellstabilisatoren und/oder Kortison zur Anwendung.

  • Antihistamine zeigen eine schnelle aber eher kurzfristige Wirkung
  • Mastzellstabilisatoren eignen sich für die längerfristige Therapie
  • Kortisonhaltige Augentropfen sind wegen drohenden Nebenwirkungen wie Anstieg des Innendrucks und beschleunigter Entwicklung eines Grauen Stars schwereren Fällen vorbehalten.

Hinweis: Bestimmte Augenerkrankungen verschlimmern sich unter der Kortisonbehandlung. Tritt eine Verschlimmerung auf, so ist die Kortisonanwendung am Auge abzubrechen und (wieder) der Augenarzt aufzusuchen.

Allgemeinmaßnahmen

Künstliche Tränen. Steht die Reizung und Trockenheit der Augen im Fokus, helfen unabhängig von der Ursache künstliche Tränen, die Beschwerden zu lindern – jedoch nicht, die Entzündung zu bekämpfen.

Bei den künstlichen Tränen unterscheidet man Augentropfen und Augengele. Beide bilden auf der Binde- und Hornhaut einen Gleit- und Schutzfilm, wodurch sie Fremdkörper- und Scheuergefühle im Auge lindern. Künstliche Tränen enthalten – genau wie der natürliche Tränenfilm – Schleim, Wasser und Fette. Als vernetzende Wirkstoffe, die den Tränenfilm stabilisieren, werden den Präparaten künstliche Polymere, Hyaluronsäure und Zellulosederivate zugesetzt, die teilweise mit Fettbestandteilen kombiniert werden. Ihre Anwendung ist unbedenklich, sie können beliebig häufig getropft werden.

Augengele verweilen länger im Auge als Augentropfen. Dafür dauert es nach der Anwendung länger, bis sie sich auf dem Augapfel verteilt haben und man wieder eine klare Sicht hat. Kontaktlinsenträger und Menschen mit einer Überempfindlichkeit auf Konservierungsmittel sollten künstliche Tränen ohne Konservierungsmittel verwenden. Beim Anwenden sollte darauf geachtet werden, dass die Tropferspitze das Auge nicht berührt, um eine Kontamination mit Erregern zu vermeiden.

Weiterführende Informationen

  • www.augeninfo.de – Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V.: Leitlinie "Bakterielle Konjunktivitis"
  • www.augeninfo.de – Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V.: Patientenbroschüre Bindehautentzündung
  • www.gesundheitsinformation.de – Informationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Bindehautunterblutung

Bindehautunterblutung (Hyposphagma): Scharf begrenzte Unterblutung der Bindehaut, meist spontan auftretend, aber auch infolge von Verletzungen, starken Belastungen wie Husten oder Wehen, seltener im Rahmen von Gefäßerkrankungen (erhöhter Blutdruck, Arteriosklerose) oder Blutgerinnungsstörungen.

Die Erkrankung

Auch wenn der Befund dramatisch aussehen kann; Bindehautunterblutungen sind meist harmlos und verursachen keine Beschwerden. Das Blut wird immer nach 1–2 Wochen vom Körper aufgelöst.

Treten Bindehautunterblutungen wiederholt auf, sollte die Ursache beim Hausarzt geklärt werden.

Hornhautentzündung

Hornhautentzündung (Keratitis): Entzündung der Hornhaut durch bakterielle Erreger (z. B. Staphylokokken, Streptokokken, Pseudomonaden) oder Viren (z. B. Herpes-simplex-Viren, Varicellen).

Leitbeschwerden

  • Fremdkörpergefühl
  • Sehr starke Schmerzen
  • Lichtscheu
  • Augentränen
  • Lidkrampf.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn die genannten Beschwerden auftreten.

Nehmen Sie Kontaktlinsen sofort heraus!

Die Erkrankung

Bakterielle Hornhautentzündung: Die meisten Bakterien können die intakte Hornhaut mit ihren Abwehrmechanismen nicht überwinden. Sobald die Keime aber infolge oberflächlicher Verletzungen (auch durch Kontaktlinsen) oder einer Störung der immunologischen Abwehr in das nicht durchblutete Hornhautgewebe eingedrungen sind, breiten sie sich schnell durch die verschiedenen Hornhautschichten hindurch aus: Die Bakterienbesiedlung des Hornhautstromas, eine Art Bindegewebe, das ~ 90 % der Hornhaut ausmacht, führt zu einem roten Auge, am Boden der Vorderkammer sammelt sich eventuell Eiter an. Bei einem tieferen Eindringen der Keime kommt es zum Einschmelzen des Stromas. Dieser Infektionsablauf wird als kriechendes Hornhautgeschwür (Ulcus serpens) bezeichnet. Im weiteren Verlauf – bei einer Pseudomonadeninfektion innerhalb von 48 Stunden – kann die Hornhaut durchbrechen (Hornhautperforation), es muss sofort operiert werden.

Herpes simplex corneae: Weltweit sind über 90 % der Menschen mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) infiziert. Die erste Infektion mit diesem Erreger verläuft meist unbemerkt – am Auge z. B. in Form einer leichten Bindehautentzündung oder Lidrandentzündung. Da das Virus in Nervenzellen „nistet", kann es bei Stress, starker Sonnenbestrahlung oder Hornhautreizung jederzeit zu einer Reinfektion der Hornhaut kommen. Bei HSV-1-Infektionen drohen bleibende Hornhautnarben und Hornhauttrübungen, die zu einer Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung führen können.

Das macht der Arzt

Bakterielle Hornhautentzündung: Nach einem Abstrich wird die Therapie sofort – ohne auf die Ergebnisse der Erregerbestimmung zu warten – mit der Gabe von lokalen Breitbandantibiotika (z. B. Neomycin, Gentamicin, Polymyxin) begonnen. Bei einem Hypopyon und damit einer Beteiligung der Vorderkammer gilt es ein sekundäres Glaukom zu verhindern und die Pupille zu erweitern (z. B. zweimal täglich mit Boro-Scopol®-Augentropfen). Bei verschlepptem Verlauf, Unzuverlässigkeit der Therapie oder wenn eine Hornhautperforation droht, ist die stationäre Aufnahme in eine Augenklinik notwendig.

Virale Hornhautentzündung: Um das oberflächliche Hornhautepithel zu beurteilen, färbt es der Augenarzt mit Fluoreszein an. Die Behandlung erfolgt mit virenhemmenden Augentropfen oder -salben (z. B. Triflumann®, Zovirax®-Augensalbe), bei tiefer reichenden Entzündungen auch als Infusion, und eventuell kortisonhaltigen Augentropfen.

Selbsthilfe

  • Um der Blendempfindlichkeit zu begegnen, sollten Sie im Freien dunkle Sonnenbrillen tragen. Dunkeln Sie auch Ihr Zimmer ab
  • Zur Schonung der Augen sollten Sie auf die Arbeit am Computerbildschirm verzichten und auch Lesen und Fernsehen stark einschränken
  • Setzen Sie erst dann wieder Ihre Kontaktlinsen ein, wenn die Erkrankung vollständig abgeklungen ist.

Komplementärmedizin

In Anbetracht der schweren Komplikationen, die eine nicht rechtzeitig oder unzureichend behandelte Hornhautentzündung nach sich ziehen kann, können komplementärmedizinische Maßnahmen nicht empfohlen werden.

Wenn eine Herpesinfektion der Hornhaut immer wieder auftritt, empfiehlt die Homöopathie eine individuell abgestimmte Konstitutionstherapie.

Hornhauterosion und Verblitzung

Hornhauterosion (Erosio corneae): Verletzung der Hornhaut z. B. durch einen Splitter, Fingernagel oder Zweig. Die Verletzung der Hornhautoberfläche durch UV-Strahlen wird als Verblitzung (Keratitis photoelectrica, Photokeratitis) bezeichnet. Umgangssprachlich wird die Verblitzung auch als "Schneeblindheit" bezeichnet. Eine Blindheit im eigentliche Sinne liegt dabei jedoch nicht vor.

Leitbeschwerden

  • Fremdkörpergefühl
  • Starke Schmerzen v. a. bei Lichteinfall
  • Allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
  • Starker Tränenfluss
  • Oft Lidkrampf und Lidschwellung
  • Eventuell Sehverschlechterung.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn Ihnen ein Fremdkörper ins Auge gedrungen ist, der sich nicht ausspülen lässt.

Sofort, wenn es zudem zu starken Schmerzen kommt.

Die Erkrankung

Die Hornhautoberfläche kann leicht von außen verletzt werden. Intensives UV-Licht schädigt innerhalb von Minuten Hornhaut und Bindehaut im Bereich der Lidspalte; das Gewebe quillt auf (ödematös), zerfault und wird abgestoßen.

Eine Verblitzung tritt zum Beispiel beim Schweißen oder Sonnen unter Solarien auf, wenn die Augen nicht ausreichend geschützt werden. Ferner entsteht sie durch starke Reflexion von UV-Strahlen auf einer Schneedecke, zum Beispiel im Hochgebirge.

Zur Keimabwehr ist eine intakte Hornhaut notwendig. Kleine oberflächliche Hornhautverletzungen werden deshalb normalerweise innerhalb von Stunden durch Zellverschiebungen und rasche Zellneubildungen am Rand der Hornhaut verschlossen. Die Reibung des Oberlids verhindert dies jedoch, daher kommt es zu einer Entzündung. Nach einer Verletzung kommt es manchmal vor, dass die abdeckenden neuen Zellen nicht fest mit der Unterlage verankert sind und die Hornhaut immer wieder auch noch nach Wochen und Monaten an der Stelle der alten Verletzung aufbricht.

Das macht der Arzt

Das Ausmaß des Oberflächendefekts beurteilt der Arzt nach Fluoreszeinfärbung mit der Spaltlampe. Zur Behandlung legt er einen antibiotischen Augenverband an oder er versorgt das Auge mit einer therapeutischen Kontaktlinse in Verbindung mit antibiotischen Augentropfen. Zur Schmerzlinderung empfiehlt er eventuell Paracetamol (z. B. Benu-ron®). Normalerweise heilt das Auge innerhalb von 24–48 Stunden folgenlos ab. Bei immer wiederkehrenden Hornhauterosionen wird der Patient häufig zur völligen beidseitigen Ruhigstellung der Augen stationär aufgenommen oder es wird eine Lasertherapie der Hornhaut vorgenommen.

Hornhautverätzung

Hornhautverätzung: Chemisch bedingte Verletzung der Hornhaut durch unterschiedliche Substanzen wie Laugen, Säuren, Detergenzien (Spülmittel), Kleber oder Lösungsmittel. Bei einer Hornhautverätzung entscheiden die ersten Sekunden und Minuten über das Schicksal des Auges.

Leitbeschwerden

  • Starker Tränenfluss
  • Lidkrampf
  • Starke Schmerzen
  • Schnelle Sehverschlechterung.

Die Sofortmaßnahmen müssen von Arbeitskollegen, Familienangehörigen oder sonstigen Anwesenden durchgeführt werden: Das Lid muss rigoros geöffnet werden, zum Spülen eignet sich jede neutrale wässrige Lösung, die gerade zur Hand ist (Leitungswasser, zur Not auch Limonade, Kaffee oder Tee). Die Flüssigkeit wird aus 10 cm Höhe in den inneren Augenwinkel des verletzten Auges gegossen, so dass es über den Augapfel und den äußeren Augenwinkel nach außen abfließt. Der Notarzt muss verständigt und der Patient sofort zum nächstgelegenen Augenarzt bzw. in die Augenklinik transportiert werden.

Die Erkrankung

Die Schwere der Augenschädigung hängt von der Art und der Konzentration des chemischen Stoffs, der Menge, der Einwirkungsdauer und dem pH-Wert der Lösung ab. Laugen sind aggressiver als Säuren und gelangen rascher in tiefere Gewebe, die Hornhaut trübt ein.

Leichte und mittelschwere Säureverätzungen führen nur zu oberflächlichen Schäden. Starke Säuren dringen allerdings ebenso rasch und tief ein wie Laugen.

Das macht der Arzt

Zur Schmerzbekämpfung und um den Lidkrampf für die anschließende genauere Untersuchung des Auges zu lösen, wird das Auge lokal betäubt. Um die ätzende Substanz auszuwaschen, muss das Auge intensiv gespült werden. Lokal verabreicht der Augenarzt antibiotikahaltige Augentropfen, die eine Infektion verhindern, kortisonhaltige Augentropfen, die die Entzündung hemmen und die Neubildung von Gefäßen unterdrücken, sowie Vitamin C, das gewebeschädigende freie Radikale zerstört. Die Pupille wird durch Mydriatika (pupillenerweiternde Medikamente) ruhig gestellt. Zusätzlich verordnet der Arzt Kortisonpräparate in Tablettenform zur Entzündungshemmung, Schmerzmittel und Vitamin C. Bei schwersten Verätzungen muss darüber hinaus auch operiert werden.

Regenbogenhautentzündung

Regenbogenhaut-Entzündung (Iritis): Akute oder chronische Entzündung der Iris, häufig als Begleiterkrankung einer allgemeinen oder immunologischen, insbesondere rheumatologischen Erkrankung, seltener durch Infektionen. Die Regenbogenhaut-Entzündung ist meist mit einer Entzündung des Ziliarkörpers (Zyklitis) kombiniert.

Leitbeschwerden

  • Starke Schmerzen mit Verschlimmerung bei Lichteinfall, allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
  • Starker Tränenfluss
  • Eventuell Lidkrampf
  • Häufig Sehverschlechterung.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn die genannten Beschwerden auftreten.

Die Erkrankung

Regenbogenhaut (Iris) und Ziliarkörper bilden die vorderen Anteile der Gefäßhaut, die Aderhaut (Chorioidea) den hinteren Anteil. Entzündungen können in allen Teilen auftreten. Je nach Lokalisation spricht der Augenarzt von einer Iritis, Zyklitis oder Chorioiditis. Die Entzündung der Regenbogenhaut mit Beteiligung des Ziliarkörpers (Iridozyklitis) ist die häufigste Form. In 75 % der Fälle verläuft eine Iritis oder eine Iridozyklitis akut, in 25 % kommt es zu einem chronischen Verlauf. Die Entzündung ist oft eine immunologisch ausgelöste Begleitkrankheit einer rheumatischen Erkrankung (z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Reiter) oder Morbus Crohn. Eher seltener sind erregerbedingte Regenbogenhaut-Entzündungen: z. B. bei einer Toxoplasmose, Borreliose oder einer viralen Infektion durch Herpesviren, HIV, Grippeviren. Die Regenbogenhaut ist dabei stark durchblutet. Aus den entzündlich veränderten Gefäßen treten weiße Blutkörperchen, Eiweiße oder Fibrin in die Vorderkammer aus, die die Sehleistung verschlechtern. Bei schweren Verläufen setzt sich Eiter am Boden der Vorderkammer ab. Abgesonderte Zellen und Fibrin verstopfen die Abflusswege des Kammerwassers. Es kommt zu Verklebungen der Regenbogenhaut mit der Hornhaut, dem trabekulären Maschenwerk oder der Pupille (Synechien). Weil dadurch die Kammerwasserzirkulation behindert wird, kann der Augeninnendruck steigen (sekundäres Glaukom). Beim chronischen Verlauf kommt es zu Trübungen der Linse und Schrumpfungen des Augapfels bis hin zur Erblindung.

Das macht der Arzt

Für die Diagnose ist die Untersuchung mit der Spaltlampe ausschlaggebend. Ein Internist wird hinzugezogen, er sucht nach der eigentlichen Ursache. Bis dahin gilt es, die Entzündung lokal durch eine Kortisonbehandlung mit Augentropfen oder eventuell systemisch, ebenfalls durch Kortison, einzudämmen. In schweren Fällen wird die Bindehaut kurzfristig betäubt und ein Kortisondepot unter die Bindehaut gespritzt. Um die Verklebungen zu verhindern, wird die Pupille medikamentös erweitert. Es sind wiederholt Kontrollbesuche beim Augenarzt notwendig, bei denen der Augeninnendruck gemessen und ggf. therapiert wird. Bei einer infektiösen Regenbogenhaut-Entzündung muss die Grunderkrankung sofort antibiotisch oder antiviral behandelt werden.

Selbsthilfe

Es empfehlen sich die gleichen Maßnahmen wie bei der Hornhautentzündung.

Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin spielt bei der Therapie der akuten Regenbogenhaut-Entzündung allenfalls als Begleitmaßnahme eine Rolle.

Akupunktur oder Homöopathie zielen primär auf die Therapie der ursächlichen Erkrankung. Ob sie beispielsweise bei rheumatologischen Erkrankungen wirksam sind, ist fraglich.

Trockene Augen (Sicca-Syndrom)

Trockene Augen (Sicca-Syndrom, Keratoconjunktivitis sicca): Reizung der Binde- und Hornhaut durch eine Benetzungsstörung aufgrund verminderter Produktion oder fehlerhafter Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit. Trockene Augen sind in der Augenarztpraxis das häufigste Krankheitsbild. Typischerweise sind Frauen zwischen 50 und 70 Jahren betroffen.

Leitbeschwerden

  • Brennende, gerötete und tränende Augen, z. B. bei Kälte, Wind oder längerem Lesen
  • Fremdkörpergefühl
  • Müde Augen am Abend.

Wann zum Arzt

In derselben Woche, wenn die Beschwerden anhalten.

Die Erkrankung

Bei jedem Lidschlag wird die Tränenflüssigkeit aus den verschiedenen Drüsen über den Augapfel verteilt, ähnlich wie die Spülflüssigkeit aus der Scheibenwaschanlage durch den Scheibenwischer beim Auto.

Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten:

  • Eine oberflächliche Lipidschicht wird von Drüsen am Lidrand gebildet. Diese sehr dünne, fetthaltige Schicht sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht über die Lidkante abläuft und sie nicht so schnell verdunstet.
  • Die wässrige Schicht macht den größten Teil des Tränenfilms aus. Das wässrige Sekret wird von der Haupttränendrüse sowie den akzessorischen Tränendrüsen abgesondert, und das besonders stark, wenn die Augen gereizt werden. Es sorgt durch Bildung einer glatten Oberfläche für scharfes Sehen, verhindert die Austrocknung der Binde- und Hornhaut, spült und desinfiziert durch bakterientötendes Eiweiß (Lysozym) die Oberflächen und ernährt die nicht durchblutete Hornhaut.
  • Das schleimige Sekret (innere Muzinschicht) wird von speziellen Zellen der Bindehaut, den Becherzellen, gebildet. Diese Schicht stabilisiert den Tränenfilm und sorgt dafür, dass der wässrige Anteil gleichmäßig auf der Hornhaut verteilt wird, am Auge haftet und nicht abperlt.

Sind Menge oder Zusammensetzung des Tränenfilms gestört, ist der Augapfel unzureichend benetzt. Dadurch trocknen Horn- und Bindehaut aus, die Lider scheuern auf dem Augapfel, es kommt zu kleinen Oberflächenverletzungen und damit zu Infektionen. In manchen Fällen führt eine fehlerhafte Zusammensetzung des Tränenfilms dazu, dass zu viel Tränenflüssigkeit von der Augenoberfläche verdunstet oder die Tränen nicht mehr richtig an der Oberfläche haften. In der Folge wird die Tränendrüse zu einer Überproduktion angeregt: Das Auge tränt.

Meist lassen sich keine eindeutigen Ursachen für trockene Augen finden: Ungünstige Faktoren sind jedoch zu trockene Luft in überheizten Räumen, Klimaanlagen, Tabakrauch, Smog oder Zug, z. B. beim Fahrrad- oder Autofahren mit offenem Fenster. Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Tränendrüse langsamer zu arbeiten, die Tränenmenge nimmt ab. Bei Frauen verstärkt sich dies noch durch die hormonelle Umstellung ab den Wechseljahren. Auch Systemerkrankungen (z. B. Sjögren-Syndrom, rheumatoide Arthritis, Diabetes) oder Verletzungen der Tränendrüsen führen zu einer verminderten Tränenproduktion. Durch Einnahme bestimmter Medikamente kann sich die Zusammensetzung des Tränenfilms ändern, z. B. durch Acetylsalicylsäure (Aspirin®) oder Retinoide (Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure z. B. zur Aknebehandlung). Ebenso können Ovulationshemmer (Antibabypillen) oder eine Schwangerschaft die Tränenflüssigkeit beeinträchtigen.

Das macht der Arzt

Der Augenarzt stellt mit der Spaltlampe meist nur eine leichte Bindehautreizung fest. Die eigentliche Diagnose „trockene Augen" wird mit dem Schirmer-Test zur Bestimmung der Tränenmenge und mit der Tränenfilmaufrisszeit zur Feststellung der Stabilität der Tränenflüssigkeit gestellt.

In hartnäckigen Fällen geben der Bengal-rosa-Test und die Impressionszytologie Auskunft über Zustand und Anzahl der Becherzellen.

Therapeutisch stehen künstliche Tränen in Form von Augentropfen und Gelen in unterschiedlicher Viskosität (Zähigkeit) zur Verfügung, die je nach Schweregrad alle 4 Stunden bis alle 30 Minuten appliziert werden. In schweren Fällen setzt der Augenarzt einen keilförmigen Silikonstöpsel ein, der wie ein Badewannenstöpsel das Tränenpünktchen verschließt (Punctum Plug). Dieser kann, wenn er vertragen wird, jahrelang eingesetzt bleiben. Treten Trockene Augen im Rahmen einer Hornhautentzündung auf, sind die seit 2015 zugelassenen Ikervis® Augentropfen eine neue, weitere Option. Sie enthalten das Immunsupressivum Ciclosporin, welches die Entzündung hemmt.

Selbsthilfe

Einige Tipps helfen bei trockenen Augen:

  • Meiden Sie Zugluft, verrauchte Räume und staubige Luft
  • Achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zuhause und am Arbeitsplatz
  • Trinken Sie ausreichend! Empfohlen werden mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag
  • Tragen Sie im Sommer und an windigen Tagen eine Sonnenbrille, eventuell mit Seitenschutz (Fahrradbrille)
  • Für die Nacht haben sich Kühlkompressen und die Anwendung einer Heilsalbe (z. B. Bepanthen®-Augensalbe) bewährt.

Komplementärmedizin

Akupunktur. Vor allem, wenn bei trockenen Augen die Neigung zum Augentränen (z. B. bei Kälte) stark ausgeprägt ist, bietet sich gemäß verschiedener Erfahrungsberichte die Akupunktur an

Akupressur. Die Akupressur spezieller Akupressurpunkte in der Augenregion soll bei trockenen Augen infolge Überanstrengung (z. B. durch lange Bildschirmarbeit) helfen

Vorsorge

In Studien konnte gezeigt werden, dass die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-, Omega-6-Fettsäuren) die Stabilität des Tränenfilms, insbesondere der Lipidschicht, nachweislich verbessern kann. Entsprechende Präparate sind z. B. Oenvite Omega®

Weiterführende Informationen

  • www.trockene-augen.de – Von der Alcon Pharma GmbH (Freiburg) kommerziell unterstützte Website: Übersichtlich, mit vielen Infos und Tipps rund um das Thema.

News

Demenz durch frühen Hörverlust?
Demenz durch frühen Hörverlust?

Hörschaden lässt Gehirn altern

In einer amerikanischen Studie zeigte die Gehirnaktivität junger Erwachsener mit leichten Hörschäden Veränderungen, die normalerweise nur im Alter auftreten. Ihr Gehirn versuchte, die Störungen auszugleichen.   mehr

Neuer Warnhinweis für Schmerzmittel
Neuer Warnhinweis für Schmerzmittel

Bundesrat billigt Verordnung

Auf den Verpackungen von rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln warnen zukünftig neue Hinweise vor einer zu langen Einnahme. Der Bundesrat stimmte der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung zu.   mehr

Belohnen mit Fett und Zucker
Belohnen mit Fett und Zucker

Nahrung steuert Gehirnaktivität

Nahrungsmittel, die viel Fett und Zucker enthalten, aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn besonders stark. Warum wir nicht die Finger von Pommes, Sahnetorte und Chips lassen können.   mehr

Sport bei Hitze
Sport bei Hitze

Sonnenschutz und viel Trinken

Im Sommer zieht es viele Sportler ins Freie. Gerade bei Hitze und hoher UV-Strahlung ist es wichtig, seinen Körper vor Überhitzung und Überlastung zu schützen. Was beim Sport im Sommer zu beachten ist.   mehr

HPV-Impfung auch für Jungen
HPV-Impfung auch für Jungen

Impfkommission gibt Empfehlung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfahl auf ihrer 90. Sitzung am 5. Juni 2018 die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Die Nachholimpfung wird bis zu einem Alter von 17 Jahren angeraten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Tassilo-Apotheke
Inhaberin Dr. Juliane Olf
Telefon 089/91 56 65
Fax 089/91 56 66
E-Mail tassilo-apotheke@olf.de